Veröffentlicht am: Do, 28 Aug, 2014
Flug der Dämonen

Flug der Dämonen im Heide Park

Nach zwei Wing Coastern aus der Schmiede von Bolliger & Mabillard in den Schwesterparks Gardaland und Thorpe Park ist „Flug der Dämonen“ neben 4 weiteren Anlagen der siebte Wing Coaster überhaupt und damit auch der erste Deutschlands. Somit eine Premiere auf Deutschem Boden.

Die Schienen wurden hierfür in den USA gefertigt und später in Containern per Schiff und LKW zum Heide Park transportiert und anschließend dort aufgestellt.

Da Flug der Dämonen ein Wing Coaster ist, besteht die Besonderheit der Fahrt daraus, dass die Sitze im Gegensatz zu klassischen Bahnen neben den Schienen angeordnet sind. Der Fahrgast fühlt sich daher namensgebend, als ob er auf den Flügeln (Wings) mitfahren würde. Weiterhin sorgt diese Anordnung dafür, dass sich das Fahrgefühl auf beiden Seiten des Zuges stark unterscheidet, da es gewissermaßen zwei einzelne Herzlinien gibt und dadurch Drehungen und die daraus resultierenden Kräfte unterschiedlich wahrgenommen werden.

 Flug der Dämonen Lifthügel

Nachdem der Zug beladen worden ist, verlässt er unter der Steuerzentrale der Anlage hindurch die Station. Nach einer Rechtskurve, die einen etwas kleineren Winkel als 90° besitzt, gelangt der Zug unter einer der beiden Brücken für die aussteigenden Gäste auf den 45° steilen Lifthill, der mit einer Kette betrieben wird. Dieser befördert den Zug auf die Ausgangshöhe von 40 Metern, aus der der Zug die restliche Strecke nur durch die Schwerkraft zurücklegt. Es folgt eine kurze Gerade, an die sich das für Wing Coaster typische Element eines Dive-Drops anfügt. Dabei durchfährt der Zug nur mit der geringen Geschwindigkeit, die er vom Kettenlift erhält, zunächst eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn um 180°, bis er auf dem Kopf steht. Die rechte Seite des Zuges wird dabei zunächst relativ zur Grundausrichtung angehoben, wobei die linke Seite absinkt. An diese Drehung des Zuges schließt sich dann ein halber Looping an, der die eigentliche Abfahrt bildet und den Zug auf seine Maximalgeschwindigkeit von 100 km/h beschleunigt.

Flug der Dämonen Camelback

Mit dieser durchfährt der Zug nach dem Dive Drop einen kleinen Hügel, auf dem der Fahrgast theoretisch das Gefühl hat, aus dem Sitz gehoben zu werden. Der letzte Abschnitt dieses Hügels endet in einer Durchfahrt unter dem Shop, wobei hier das Fahrtfoto, das der Gast erwerben kann, gemacht wird. Des Weiteren soll hier ein Near-Miss-Effekt durch in Richtung des Fahrgast ragende angespitzte Holzpflöcke im Boden erzeugt werden. Der Zug durchfährt anschließend einen Immelmann. Dabei gelangen die Fahrgäste zunächst in einem halben Looping aufwärts, um dann im höchsten Punkt von der Überkopfposition in einer gleichzeitigen Abfahrt wieder in eine normale Position gedreht zu werden. Die Drehung erfolgt erneut gegen den Uhrzeigersinn. Durch dieses Element wird eine erneute 180°-Wende im Fahrtverlauf möglich und der Zug fährt zunächst in Richtung Dive-Drop zurück. Die Abfahrt des Immelmann endet jedoch in einer 45°-Rechtskurve, die unter dem Hügel hindurch führt. An diese schließt sich als nächstes Element ein langgezogener Korkenzieher an, der vom Heide-Park als Revolution Roll bezeichnet wird. Dabei fährt der Zug zunächst aufwärts und beginnt mit einer Drehung im Uhrzeigersinn. Im Scheitelpunkt der Auffahrt steht der Zug kopf, um dann in einer leichten Abfahrt eine fast 360°-Drehung zu vollenden.

Flug der Dämonen FlugDerDämonenZug

Daraufhin schließt sich eine 270°-Linkskurve über die Panoramaterasse am Bobbahnausgang an, die in einer Abfahrt endet, die über die Warteschlange im Tal der alten Wildwasserbahn hinweg führt. Nach dieser Abfahrt fährt der Zug in ein völlig neuartiges Element auf einer Achterbahn ein, das als Demonic Knot bezeichnet wird. Dabei durchfährt der Zug zunächst einen inclined (zur Seite gekippten) Dive-Loop, an den sich direkt ein inclined Immelmann anschließt. Der Zug fährt also zunächst aufwärts, dreht sich dabei gegen den Uhrzeigersinn um etwas mehr als 180° und gelangt in einen halben Looping abwärts, der aus der ursprünglichen Fahrtrichtung leicht nach rechts versetzt ist und somit auch Steilkurvencharakter besitzt. Darauf fährt der Zug einen halben stark gekippten Looping aufwärts, um sich dann im Uhrzeigersinn während einer Abfahrt wieder in die Ausgangsposition zurückzudrehen. Das Element sieht von der Seite einer Brezel ähnlich, weshalb der Park das Element auch als Brezel bezeichnet.

Die Abfahrt des Demonic Knot endet unter der Schlussbremse. Es folgt noch eine langgezogene 315°-Linkskurve, in Kombination mit einem kleinen Hügel, bevor der Zug in jene Schlussbremse einfährt und mithilfe von Wirbelstrombremsen gebremst wird. Die Schlussbremse ist abwärts gerichtet, damit der Zug zunächst ohne Einsatz von Elektromotoren mit Reibrädern langsam weiter in Richtung Station rollt. Erst kurz vor dieser wird die Strecke gerade. Hier befindet sich auch das bewegbare Gleis mit Zugang für das Abstellgleis.

Ein Fahrtdurchlauf dauert ca. 3 Minuten. Es wirken maximal 4 g auf die Fahrgäste.
Quelle: Wikipedia

Kurzinfos:
Flug der Dämonen: Wingcoaster
Hersteller: Bolliger & Mabillard
Eröffnung: 29. März 2014
Kosten: 15 Millionen Euro

Fazit:
Der Park hätte das Theming etwas besser ausbauen können, wir finden das der Coaster einfach nur lieblos in den Park geklatscht wurde.
Dennoch werden wir Ihn bald Fahren und noch einmal ausführlich über die Fahrt berichten!

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