Veröffentlicht am: Do, 9 Okt, 2014
Alien Isolation mit der Oculus Rift

Alien: Isolation – So könnt ihr das Spiel mit der Oculus Rift Wunderbrille erleben!

Laut dem Computer Magazin Heise, ist es möglich mit einer kleinen Modifikation der Konfigurationsdatei eine inoffizielle Unterstützung der Oculus Rift für das neue Alien Game zu aktivieren. Denn das langsame Schleichen in einem Raumschiff, mit einer dementsprechend schaurigen Geräuschkulisse und einem Alien, eignet sich ideal für einen VR-Ausflug.

Der Programmcode für das neue Horror-Adventure soll dem Anwender Wookie81 nach eine inoffizielle Unterstützung für die neue Virtual-Reality-Brille Oculus Rift enthalten. Hierzu müssen einige Parameter in der Konfigurationsdatei der Windows-Version umgeschrieben werden. Dies ermöglicht, das ein stereoskopischer Render-Modus aktiviert wird und Kopfbewegungen dann über den Head-Tracker der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift gesteuert werden. Weiterhin berichtet der Anwender, dass ebenfalls eine Positions-Verfolgung über die Kamera der Wunderbrille DK2 bereits enthalten ist.

Das Horror-Game Alien: Isolation konnte man auf der Gamescom mit der Oculus Rift DK2 testen. Sämmtliche Berichte der Gamescom über das Spiel in Verbindung mit der 3D-Brille ließen verlauten, dass es einfach nur ein geniales Feeling ist! Man ist beeindruckt von der Präsenz welche man verspürt, wenn man aus eigener Sicht durch die Raumstation wandert.

VR-Unterstützung noch nicht ausgereift

Jedoch soll die VR-Unterstützung in Zusammenhang mit der Oculus Rift DK2 noch einige Macken haben. Während den Sequenzen die abgespielt werden haben die Spieler keine Kontrolle über die Blickrichtung der Kamera, was gerne zu Übelkeit führt. Einige Menüs sollen nicht angepasst sein, aber wie bekanntlich sind dies Kinderkrankheiten, welche in den nächsten Monaten durch Updates verschwinden dürften.

Offiziell hat sich der Vertreiber Sega noch nicht dazu geäußert, ob das Spiel in naher Zukunft die 3D Brille komplett unterstützt.

 

Einstellungen um Alien: Isolation mit der Oculus Rift DK 2 zu erleben

Damit die Oculus Rift mit dem Spiel funktioniert, muss die Rift-Ausgabe aktiviert werden, hierzu muss man die Datei „engine_settings.xml“ in dem Verzeichnis „Data“ des Spiels mit einem Editor öffnen (wir empfehlen Notepad++). Dann müsst ihr den ersten Eintrag wie folgt ändern:

name="Stereo Mode">
name="Rift" int="1" precedence="2"/>
name="Off" int="0" precedence="1"/>
</Setting>

Dann speichert ihr die Datei ab und legt eine neue Text-Datei an. Diese kann zum Beispiel den Namen „oculusrift.txt“ haben.

Anschließend kopiert ihr folgende Zeile in diese Textdatei:

Stereo Mode=Rift

Nun speichert ihr die Datei ebenfalls im Verzeichnis Data.

Jetzt müsst ihr nur noch die Verknüpfung zu dem Spiel ändern, es müssen einige Parameter angehängt werden, die Verknüpfung zur EXE muss so aussehen: „AI.exe -engine_settings=oculusrift.txt“ damit das Spiel im Rift-Modus starten kann. Alternativ könnt ihr auch im Steam den Parameter „-engine_settings=oculusrift.txt“ übergeben. Dazu müsst ihr nur mit der rechten Maustaste auf den Spiele-Namen klicken, anschließend wählt ihr „Eigenschaften“ und dann „Startoptionen festlegen“.

Wichtig: Das Spiel startet auf dem primären Bildschirm und nicht auf der Oculus Rift. Um etwas auf der Brille zu sehen solltet ihr Probieren die Windows-Taste und P mehrmals hintereinander zu drücken, bis ihr ein Bild auf der Wunderbrille habt. Außerdem müsst ihr das Oculus Configuration Tool in den Pause-Modus (Advanced Options) versetzen bevor ihr das Spiel startet.

 

Erste Eindrücke mit der Wunderbrille

Im Spiel erweist sich die experimentelle Rift-Anpassung von Alien bereits als erstaunlich ausgereift. Zwischen-Sequenzen laufen auf einer virtuellen Leinwand ab, auf der man sich wie in einem Kino frei umsehen kann. Das gleiche gilt für die Menüs und die Umgebungskarte. Im Spiel wurde die Rift DK2 bereits vollständig implementiert. Das Spiel erkennt, wenn man sich nach vorne und zur Seite beugt. Geht man durch das Raumschiff, kann man sich all die vielen Details in Ruhe ansehen. Das langsame Tempo des Spiels erleichtert es dem Spieler, sich an die VR-Umgebung zu gewöhnen.

Die größten Probleme bereiten die kleinen Menüschriften, die wegen der groben Auflösung nur zu erraten sind. Ebenso ist die für Bildschirme gedachte Platzierung von Schriften in den Ecken für VR suboptimal. Texte auf den Terminals im Raumschiff sind erst gar nicht zu erkennen. Sobald man den Kopf etwas bewegt, blendet bei einer solchen Sitzung das Bild schwarz aus. In den kurzen gescripteten Sequenzen, in denen sich Amanda automatisch bewegt, kann man zudem teilweise durch die eigenen Körperpolygone sehen.

Wer das Spiel noch nicht kennt, findet sich deshalb unter der Rift nicht zurecht und kann weder Aufgabenstellungen noch Erklärungen zur Handlung entziffern. Hat man das Spiel hingegen schon einmal am Monitor probiert, kann man die verschwommenen Texte zumindest erahnen. Die Raumstation mit der Rift zu erkunden, gehört zu den beeindruckendsten VR-Implementierungen, die ich bislang gesehen habe. Für eine offiziell unterstützte VR-Fassung müssten die Entwickler jedoch zumindest die Menüs und alle Texte auf den Terminals anpassen.

Quelle: Heise

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