Veröffentlicht am: Sa, 11 Okt, 2014
Pupillograph im Test bei der Polizei

Pupillograph – Polizei testet neue Wunderwaffe gegen Drogen am Steuer

Nun setzt auch die Polizei auf moderne Technik, obwohl bislang nur ein Bluttest im Labor klare Beweise bringt, setzt die Polizei bald auch Hightech gegen Drogen am Steuer ein.

Der sogenannte „Pupillograph“ wird aktuell in Hamburg getestet, er misst die Augenreaktion der Fahrer und soll so feststellen, ob diese eventuell unter Drogeneinfluss stehen. Ziel ist es, dank der neuen Wunderwaffe den Fahrern die unter Drogeneinfluss stehen einen Schritt voraus zu sein. Doch die Hightech Geräte sind alles andere als günstig, denn eines dieser Geräte kostet 12.000 Euro.

Die Testphase scheint sehr erfolgreich zu sein, denn das Gerät misst anhand der Pupillenreaktionen ob der Fahrer schnell oder langsam reagiert, eine sehr verzögerte Reaktion lässt darauf schließen, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss steht. Allerdings kann es auch zu falschen Ergebnissen kommen, deshalb wird ein Bluttest im Labor weiterhin Pflicht bleiben.

Derzeit finden in Hamburg zahlreiche Kontrollen statt, bei welchen auch schon die neuartigen Geräte im Einsatz sind, wie Ulf Schröder (Leiter der Verkehrsdirektion) mitteilte.

Die Polizei warnt immer wieder vor Drogenkonsum im Straßenverkehr, wenn man bedenkt, dass alleine im Jahr 2013 nach Angaben des statistischen Bundesamtes sich insgesamt 1345 Unfälle auf Drogen am Steuer zurückführen ließen, ist das eine beachtliche Zahl.

Bekanntlich senken Drogen die Hemmschwelle und sorgen dafür, dass Fahrer langsamer als gewöhnlich reagieren und somit vermehrt zu übermütigen Aktionen neigen. Laut einer internen Statistik werden die meisten Autofahrer positiv auf die Substanz Cannabis getestet, gefolgt von Kokain auf Platz 2.

Neu sind diese Geräte aber nicht wirklich, so ist der Pupillograph bereits 1995 von Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann vorgestellt worden, als er damals für das Fahrverbot unter Drogen warb. Nach 20 Jahren ist das Gerät nun endlich in der Testphase angekommen und wird zum ersten Mal direkt an der „Kundschaft“ ausprobiert.

Sollte die Testphase positiv verlaufen, muss man sich wohl bald daran gewöhnen am Straßenrand immer häufiger Personen in Begleitung der Polizei und mit einem komischen Gerät auf dem Kopf zu sehen.

Autor des Beitrags

Hinterlasse einen Kommentar

XHTML: Du kannst auch diese html tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>