Veröffentlicht am: So, 12 Okt, 2014
Radioaktive Zigaretten

Deutscher Zoll warnt vor radioaktiv vergifteten Zigaretten

Einem Zeitungsbericht zufolge hat der deutsche Zoll bereits im September eine Warnmeldung vor radioaktiv vergifteten Zigaretten an alle Zollämter herausgegeben. Wie die Zeitung „Bild am Sonntag“ berichtete, war der Anlass der Warnung, die Anfang Juni beschlagnahmten Schachteln, welche am Flughafen Warschau beschlagnahmt wurden.

Die Zigaretten in den gefälschten Verpackungen besaßen demnach sogar deutsche oder polnische Steuer-Banderolen. In einem weiteren Bericht wurde bekannt gegeben, dass sich an und in den Packungen kleine Metallplättchen befanden, welche mit Jod 125 radioaktiv verseucht waren. Zusätzlich seien die Deckel mit Strontium 90 verstrahlt gewesen. Bereits im August wurde Interpol über diesen Fund informiert. Das deutsche Bundeskriminalamt leitete die Meldung an den Zoll weiter.

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„Schwere Gesundheitsschäden“

Ein Zollsprecher bestätigte der „Bild am Sonntag“: „Um unsere Kontrollkräfte zu sensibilisieren, wurden bundesweit alle Zollämter über den kontaminierten Zigaretten-Fund informiert und gewarnt, damit die Kollegen bei Kontrollen in Deutschland auf den Fund ähnlicher radioaktiv verseuchter Metallstreifen vorbereitet sind und diese mit Geigerzählern überprüfen können.“

Wer eine dieser Zigaretten raucht, müsse mit „schweren Gesundheitsschäden“ rechnen, wie z. B. die Verbrennung der Atemwege. Ein sofortiger Tod ist laut dem Gutachten jedoch ausgeschlossen.

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Zigaretten aus Vietnam

Radioaktive Zigaretten - Das VersteckNach weiteren Informationen stammten die Zigaretten aus Vietnam. Die Zigaretten waren in deiner Kiste eines Vietnamesen, welcher von seiner Heimat über Paris nach Warschau geflogen ist. Neben gefrorenen Krabben, befanden sich auch die besagten Zigaretten in der Kiste. Wie es überhaupt dazu kam, dass eine Person verstrahltes Material in ein Flugzeug schmuggeln konnte ist bislang noch unklar.

Die Behörden wissen noch nicht ob die Zigaretten mit deutscher Steuer-Banderole für den deutschen Markt bestimmt waren, es ist aber davon auszugehen. Möglicherweise seien Anschläge auf Einzelpersonen geplant gewesen, schreibt die „BamS“. Für diesen Verdacht spreche, dass bei der polnischen Polizei die Abteilung für Terrorismus und Kapitalverbrechen ermittle.

Fotos: Zoll/Polizei

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