Veröffentlicht am: Mo, 13 Okt, 2014
Ebola Müll kann nicht entsorgt werden

Ebola-Müll – Klinik wird verseuchtes Material nicht los

Wohin nur mit dem verseuchten Ebola-Müll, das sind die aktuellen Sorgen des Leipziger Sankt-Georg-Krankenhauses!

Vor kurzem wurde der Ebola-Patient Mohammed A. (56) in die Isolierstation des Krankenhauses eingeliefert, es ist für das Krankenhaus ein prestigeträchtiges Projekt, welches weltweit für positive Schlagzeilen sorgen soll. Obwohl Professor Bernhard Ruf (65), der Chef der Tropenmedizinischen Seuchenstation immer wieder betont, dass seine Station eine der besten Deutschlands ist, taucht nun auch schon das erste größere Problem auf!

Denn der besten Isolierstation Deutschlands, wie Professor Bernhard Ruf behauptet, fehlt ein Gerät um die verseuchten Ebola-Schutzanzüge zu desinfizieren. Bei der Behandlung des Ebola-Patienten fällt täglich verseuchter Klinikmüll an, diesen darf man nicht so einfach entsorgen, hierzu muss der verseuchte Müll erst einmal sterilisiert werden mit einem sogenannten Autoklav.

Täglich fallen so in der Klinik bis zu 100 Schutzanzüge, unzählige Handschuhe, Pipetten, Tupfer und weiterer Sondermüll an,  denn alles was mit dem Ebola-Patienten in Berührung kommt muss speziell entsorgt werden.

Solch ein Gerät wird benötigt, ein Autoklav (Foto: ZIRBUS technology)

Solch ein Gerät wird benötigt, ein Autoklav (Foto: ZIRBUS technology)

Das Krankenhaus benötigt deshalb einen Autoklav der Sicherheitsstufe 4, man muss sich vorstellen, dass dieses Gerät wie eine Reinigungsanlage funktioniert. In dem speziellen Reinigungsvorgang werden sämtliche Viren und Erreger zu 100 % abgetötet, erst nach dieser speziellen Reinigungsmethode darf dann der Müll verbrannt werden. Diese speziellen Geräte sind natürlich nicht preiswert, ein Autoklav wie ihn aktuell das Sankt-Georg-Krankenhaus benötigt kostet um die 100 000 Euro.

Was macht man denn mit dem Müll, wenn so ein Gerät nicht vorhanden ist? Derzeit wird der verseuchte Abfall in verschlossenen 30-Liter-Spezialtonnen auf der Seuchenstation der Klinik gelagert. Diese Methode sei absolut sicher und es kann nichts passieren, versicherte der Klinik-Chef. Ruf teilte einer Zeitung mit, dass der Autoklav bereits bestellt sei und voraussichtlich am Dienstag ankommen würde.

Wir sind gespannt, wann das Gerät in Betrieb genommen wird und ob alles Reibungslos ablaufen wird, es zeigt eben, dass man doch nicht so gut auf eine Seuche vorbereitet war. Denn wenn man weiß das solch ein Gerät benötigt wird, sollte man es auch haben.

Der Ebola-Seuchen-Müll soll nach der Reinigung im Autoklav auf einer der modernsten Anlagen Deutschlands, der Sondermülldeponie Brunsbüttel, verbrannt werden.

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