Veröffentlicht am: Do, 16 Okt, 2014
Holiday Park Unfall - Mutter musste zusehen wie ihr kind stirbt

Amber (†11) starb qualvoll im Holiday Park in Haßloch – Eltern erheben schwere Vorwürfe

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Nun meldet sich die Mutter erstmals zu Wort

Sie wollte doch nur einen tollen Tag mit ihrer Mutter Claudia im Holiday Park in Haßloch (Rheinland-Pfalz) verbringen, aber dann geschah das Unfassbare: Bevor die beiden in das Fahrgeschäft einsteigen können, fährt das Karussell plötzlich los. Das Kind wird von der Plattform des unerwartet startenden Fahrgeschäfts “Spinning Barrells” geschleudert und von einem Ausleger mitgeschleift.

Wie die Mutter der am 15. August tödlich verunglückten Amber sagt: “Ich stehe auf, Schleppe mich durch den Tag und dann gehe ich schlafen. Ich glaube das dauert, bis man eine neue Normalität gefunden hat.“

Alles was Mutter Claudia und Vater Eddy noch geblieben ist, sind Fotos welche an Ihre Tochter, und ein Leben zu dritt erinnern.

“Sie hat sich ganz oft überschlagen, wurde in meine Richtung gerollt und ist von einem Ausleger der Maschine überfahren worden, dann hat sie da gelegen.“, sagte Mutter Claudia in einem Interview.

Die fassungslosen Eltern wollen sich nun dafür einsetzen, dass nie wieder ein Kind in einem Park sterben muss, und das das Personal besser geschult werden soll. Claudia, die Mutter der verunglückten Amber ist sich sicher, dass der Unfall verhindert werden hätte können, wenn die Sicherheitsaufsicht zuverlässiger gearbeitet hätte und  das Personal besser geschult gewesen wäre.

„Weiterhin hätte einfach mehr Personal im Park sein müssen“, sagte sie.

Mutter Claudia, Vater Eddy und Tochter Amber, hier war die Welt noch in Ordnung (Quelle: RTL)

Mutter Claudia, Vater Eddy und Tochter Amber, hier war die Welt noch in Ordnung.

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Ehemaliger Mitarbeiter äußert sich

Auf diesem Fahrgeschäft passierte der Unfall, die “Spinning Barrels”. (Quelle: Holiday Park)

Auf diesem Fahrgeschäft passierte der Unfall, die “Spinning Barrels”.

Der Parkbetreiber selber äußert sich auf Grund der derzeit noch laufenden Ermittlungen nicht, aber ein damaliger Mitarbeiter des Parks erhebt ebenso, wie die Eltern, schwere Vorwürfe gegen den Park. Dieser hatte nach nur 3 Minuten Einweisungszeit das Fahrgeschäft selbst bedienen sollen – und das ist unmöglich, das kann man alleine nicht schaffen, wie auch Kevin Diemer berichtete.

Ambers Mutter ist sich weiterhin sicher, dass der Unfall verhindert hätte können, wenn man die Sicherheit besser im Blick gehabt hätte. Normal betätigt der Fahrdienstleiter die Hupe, damit jeder weiß, dass die Fahrt nun beginnt, aber das war im Holiday Park nicht der Fall, schilderte sie.

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Grob fahrlässiger Bedienungsfehler

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den zuständigen Mitarbeiter, welcher das Fahrgeschäft am Tag des Unglücks bediente, ein. Es wird sich nun auf den Verdacht konzentriert, das der zuständige Mitarbeiter wohl falsch gehandelt habe und es deshalb zu einem grob fahrlässigen Bedienungsfehler kam.

Die Ermittlungen wegen grob fahrlässiger Tötung, welche sich gegen den Mitarbeiter richten, dauern noch an. Der verantwortliche Mitarbeiter hat bis heute noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.

(Quelle:RTL/Holiday Park)

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2 Kommentare
Eure Meinung
  1. Elke Heisig sagt:

    Fahre schon jahrelang die Spinning barrells. Ich zweifle keine Sekunde daran, dass es an dem Mitarbeiter liegt. Die Sicherheitsvorkehrungen an den Spinning barrels sind 1000% das kann ich aus jahrelanger Erfahrung bestätigen. Eine dreimonatige Einweisung ist Blödsinn. Schon alleine der Rundgang und das Ab checken der Barrells dauert lange bis der Spaß erst los geht. Wer drin sitzt kann unmöglich wieder raus. Es kann nur jemand zu Tode kommen wenn er nachträglich über die Absperrung springt und schnell noch einsteigen will. Und das kann der Betreiber nicht sehen wenn er sich auf die Knöpfe konzentriert. Das ist die einzige logische Erklärung.

  2. Es ist furchtbar was diesem süßen Mädchen passiert ist. Wäre es meinem Kind passiert würde ich auch alles bewegen um die Schuldigen zu finden.Ich bekomm das nicht mehr aus dem Kopf. Unsere Tochter ist dieses auch so oft gefahren. Zum glück ist nie was passiert. Einfach unfassbar schrecklich !

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