Veröffentlicht am: Di, 4 Nov, 2014
Das AIDS-Soilidaritätsabzeichen

Ohne es zu wissen sind rund 14.000 Deutsche mit HIV infiziert – Tendenz steigend

 

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) lebten Ende 2013 – ohne es zu wissen – rund 14.000 Menschen mit einer HIV-Infizierung. Diese Zahl entspricht zirka 1000 mehr wie im Vorjahr. Betroffen sind insbesondere Männer.

Die Bereitschaft sich einem Test zu unterziehen ist zwar gestiegen, allerdings schweift die Summe der HIV-Patienten ebenso in die Höhe. Demzufolge nimmt insgesamt die Zahl der HIV Infizierten, aber nicht diagnostizierten Menschen laufend zu.

Laut einer Diagnose des RKI haben sich vergangenes Jahr rund 3200 Menschen neu mit dem Virus infiziert – 2700 davon sind Männer. Trotz des beachtlichen Werts bleibt die Zahl an Neuinfektionen seit 2007 relativ konstant. Zwischen 2000 und 2005 waren es deutlich höhere Quoten.

Ende 2013 lebten schätzungsweise rund 80.000 Menschen mit HIV oder Aids. Hierbei waren rund 65.000 Männer, etwa 15.000 Frauen und zirka 200 Kinder unter 15 Jahren betroffen. Die Anzahl Todesfälle im vergangenen Jahr lag bei annähernd 550.

Laut Experten des RKI reichen die derzeitigen Untersuchungsmöglichkeiten sowie medizinischen Maßnahmen noch nicht aus, um die Zahl der Neuinfektionen langfristig zu senken.

Frühzeitige Aufklärung, Präventionsarbeit sowie die Empfehlung über den Gebrauch von Kondomen ist weiterhin dringend notwendig um die Anzahl an neuen Infizierungen sowie die Ausbreitung anderer Geschlechtskrankheiten zu verhindern.

Laut der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) ist die derzeitig konstante Zahl an HIV-Neuinfektionen ein Erfolg der Prävention. „Doch es könnte bei uns noch deutlich weniger Infektionen geben: Ein Rückgang ist machbar“ so Manuel Izdebski vom Verband der DAH.

Im Hinblick auf die steigende Zahl von Betroffenen welche nichts von Ihrer Infizierung wissen, heißt es: „Das Risiko, beim Sex ohne Kondom auf einen Partner mit hoher Viruslast zu treffen und sich zu infizieren, ist darum in den letzten Jahren gestiegen.“

Bildquelle: berlin.de

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