Veröffentlicht am: Do, 6 Nov, 2014
25 jahre Mauerfall in Berlin

25 Jahre Mauerfall – Momente die die Welt bewegten

BERLIN – Vor genau 25 Jahren, nämlich am 09. November 1989 war der Mauerfall! Die Stadt Berlin steht dann wieder im Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit.

Unter dem Dach der protestantischen Kirchen und in privaten Nischen entwickelt sich in der DDR der 1980er Jahre eine politische Opposition. Gruppen und Netzwerken gelingt es zunehmend an die Öffentlichkeit zu treten, um über Themen wie Menschenrechte, Militarisierung, Umweltzerstörung, Bildungspolitik oder Städteverfall aufzuklären.

Die Aufdeckung der Wahlfälschung im Mai 1989 wird zu einem Schlüsselereignis. Die wachsende Unzufriedenheit zeigt sich vor allem unter jungen Menschen, die sich mehr und mehr den staatlich verordneten Zwängen verweigern.

Menschen auf der Mauer (kurz vor dem Fall)

Menschen auf der Mauer (kurz vor dem Fall)

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Ausreise und Flucht sind wesentliche Beiträge zum Zusammenbruch des SED Regimes. Exemplarisch hierfür stehen die Öffnung der Grenzen in Ungarn und der Weg in den Westen über die Prager Botschaft.
Während die einen die DDR verlassen, wollen andere die Gesellschaft reformieren. Bürgerbewegungen und Parteien werden gegründet. Der Veränderungswille wird vermehrt in die Öffentlichkeit getragen.

Soldaten schauen durch die Mauer

Soldaten schauen durch die Mauer

Am 7. Oktober, dem 40jährigen Gründungsjubiläum der DDR, knüppeln Sicherheitskräfte die Proteste noch nieder; am Tag der Entscheidung, dem 9. Oktober in Leipzig, verläuft die Demonstration trotz hohem Sicherheitsaufgebot gewaltfrei. Die SED versucht ihren Machtverlust zu stoppen, indem sie die führenden Köpfe austauscht, die Demonstrationswelle weitet sich jedoch immer weiter aus.

Am 4. November 1989 kommt es auf dem Berliner Alexanderplatz zur größten Demonstration in der Geschichte der DDR. Wenige Tage später fällt die Mauer. Beim Kampf um die Macht verliert die SED zusehends an Boden: das Volk demonstriert weiterhin, unzählige neue Bewegungen, Parteien und Initiativen entstehen und stellen immer offener die Machtfrage.

Am Runden Tisch schließlich werden die rechtlichen Voraussetzungen für die Demokratisierung des Landes geschaffen. Dass die kommunistische Führung ihre Macht nicht freiwillig und kampflos abgibt, wird beispielhaft an der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit dargestellt.

Die Mauer kurz vor dem Fall

Die Mauer kurz vor dem Fall

Bereits während der Demonstrationen Ende des Jahres 1989 werden erste Forderungen nach der staatlichen Einheit Deutschlands laut. Der Wahlkampf zur ersten freien Wahl in der DDR ist vom Einheitsthema geprägt. Die Wahl geht zugunsten der „Allianz für Deutschland“ aus, die eine schnelle Vereinigung verspricht. Die Begleitumstände der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion sind dabei genauso relevant wie die Auswirkungen der neuen demokratischen Möglichkeiten.

Die traditionellen Hierarchien zerbrechen und die Neuen sind noch nicht etabliert. Die Ostdeutschen entwickeln zunehmend ein neues Lebensgefühl. Sie verändern ihr Land und spüren dies drastisch.

Die 1961 errichtete Berliner Mauer teilte die Stadt mehr als 28 Jahre und war Symbol der über vier Jahrzehnte andauernden deutschen Teilung.

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Höhepunkt – Die Lichtgrenze in Berlin

Stimmungsvoller Höhepunkt der zahlreichen Veranstaltungen im Jahresverlauf in Berlin wird am Wochenende des 9. November die LICHTGRENZE mit tausenden illuminierten Ballons sein.

Im Herzen der Stadt zeichnet diese außergewöhnliche Licht-Installation auf dem rund 15 Kilometer langen Teilstück des ehemaligen Mauerverlaufs die einstige Zweiteilung Berlins eindrucksvoll nach. Die Lichtinstallation basiert auf einer Idee von Christopher Bauder und Marc Bauder.

Lichtgrenze in Berlin

Lichtgrenze in Berlin

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Die Berliner und Besucher der Stadt sind hier zum Flanieren eingeladen. Auf diese Weise wird an das gewaltige Ausmaß der Berliner Mauer erinnert, an das historisch bedeutende Ereignis des Mauerfalls sowie die Freude über das glückliche Ende der Teilung.

Durch die LICHTGRENZE entstehen einzigartige Bilder an Straßen, Plätzen und Brücken, an Wegen und Häuserwänden entlang, die – vormals geteilt – nun die Wege im Berlin nach 25 Jahren bestimmen: kreativ, spannend, zukunftsorientiert und international.

Zahlreiche Veranstaltungen sowie Projekte beziehen sich in diesem Jahr in Berlin auf das Jubiläum „25 Jahre Mauerfall“ und unterstützen somit das Gesamtanliegen mit ihren Führungen, Radtouren, Ausstellungen, Filmen, Zeitzeugengesprächen und münden im Jubiläumsprogramm am 9. November.

Thematisch spannt der Herbst in Berlin den Bogen von der Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 und den Mauerfall hin zur Bedeutung des 9. November als „Symbol der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern“.

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Videobeitrag – Fall der Mauer

Quelle: Berlin.de / Youtube – SpiegelTV / Superikonoskop – Wikimedia

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