Veröffentlicht am: Di, 30 Dez, 2014
Etwas ratlos die Nummer 7 der Merlins Jonathan Moore

Basketball Budesliga: Merlins zahlen Lehrgeld

0:40 verloren und voraussichtlich 50.000 Euro Strafe ist die Bilanz aus dem Ausflug nach Hagen zum Auswärtsspiel gegen die daheim sieglosen Phoenix.

 

BBL-Geschäftsführer Jan Pommer übte bei Focus online allerdings deutliche Kritik an den Crailsheimer Basketballern. „Professionalität heißt: vorbereitet. Diese Vorbereitung hat hier nicht stattgefunden. Das ist betrüblich und sehr ernüchternd“, sagte Pommer.

 

Fakt ist, die Punkte sind weg und Fakt ist auch, dass die Art und Weise ärgerlich ist. Laut Homepage der Crailsheimer ist man morgens um 09.45 Uhr am vergangenen Samstag Richtung Hagen aufgebrochen. Laut Navigation braucht man für die Strecke über knapp 415 Kilometer mit dem Bus etwas mehr als vier Stunden. Schon nach einer halben Stunde Fahrt hatte sich ein LKW quer über die Straße gestellt. Erst gegen 13.00 Uhr hatte man dann entschieden zwei Kilometer zur nächsten Autobahnausfahrt zu laufen und mit Minibussen weiter zu fahren.

 

In Hagen hatte man sich mittlerweile wegen des Problems darauf eingestellt, dass das Spiel statt um 18.30 Uhr um 19.30 Uhr stattfinden sollte. Doch weitere Staus verhinderten die rechtzeitige Ankunft des Teams. In der BBL- Spielordnung ist geregelt, dass ein Spiel nach Ausfall mit 0:40 für das andere Team gewertet wird und dieses auch zwei Punkte erhält. Ferner kommt es zu einer Entschädigung von 50.000 Euro netto. Eine weitere Strafe von 5.000 Euro kommt zusätzlich dazu.

 

Ärgerlich wegen mehreren Faktoren. Erstens kam Hagen somit zum ersten Heimsieg in der gesamten Saison, zweitens wurde die Aufwärtstendenz des Weihnachtssieges sofort wieder gestoppt. Denn nach dem Sieg gegen den Mitteldeutschen BC wäre ein Team wie Phoenix Hagen, welches noch nie zuhause gewonnen hatte, gerade recht gekommen um dem zweiten Sieg gleich den Dritten folgen zu lassen. Kritik ist wohl berechtigt und auch angebracht. Die Crailsheimer Führung muss sich wohl aufgrund der bestehenden Wettervorhersagen den Vorwurf gefallen lassen, warum man nicht schon einen Tag zuvor angereist ist und in Hagen übernachtet hat. Ganz klar auch ein Kostenfaktor. Fraglich ist nur ob der entstandene Betriebsunfall und der damit verbundene Imageschaden nicht noch mehr gekostet hat.

 

Hier dürfte die Antwort ein klares „Ja“ sein. Zu hoffen ist, dass sich das Team von diesem neuerlichen Dämpfer erholt und der entstandene Schaden schon morgen gegen das Team aus Bonn im Heimspiel um 17.00 Uhr behoben werden kann, bzw. abgemildert wird. Zu hoffen und zu wünschen ist es, denn die Merlins müssen nicht als Aufsteiger zwangsweise wieder absteigen, dazu ist das Team und sein Support zu gut.

 

Bildquelle: Facebook- Seite „Olivers Regionalnews“

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