Veröffentlicht am: So, 4 Jan, 2015
Die Arbeitlosigkeit in Spanien ist auf einem Rekordhoch

Wirtschaft/ Politik: Freiwillige Rente mit 70, Vorschlag spaltet die Nation

 

„Fachkräftemangel“, ein Begriff der in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wird, so auch Anfang 2015.

 

Dieses Mal bringt der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank- Jürgen Weise das Thema auf den Tisch. Seine Argumentation:“Flexible Ausstiege aus dem Erwerbsleben in Rente sind grundsätzlich ein gutes Modell. Laut der Bundesagentur gingen 173.000 Ältere Menschen zwischen 65 und 74 Jahren bis Ende Juni 2014 einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach. In der Gruppe von 65 bis 69 waren es 130.000 Menschen.

 

Kommentar von Oliver Müller:
Grundsätzlich hat jeder Mensch das Recht auf Arbeit, warum sollte dieses Recht mit 65 Jahren enden, wenn jemand noch die Lust verspürt weiter arbeiten zu wollen. „Wer rastet der rostet“ so ein Sprichwort, dass wohl auch zutreffend ist. Wer kennt ihn nicht, den Spruch von dem Rentner oder Pensionär, der noch weniger Zeit hat als zuvor, als er noch einer geregelten Arbeit nachging. Trotzdem muss man auch hier den Blick etwas hinter die Kulissen lenken. Die Frage nach dem „Warum gehen Menschen, welche ein Altersruhegeld beziehen einer freien Arbeit nach?“. Bekannt ist schon lange, dass die Rente bei vielen einfach nicht mehr ausreicht um ein halbwegs angenehmes und finanzsorgenfreies Leben zu führen. Auf der anderen Seite, wenn man diese Freiwilligkeit hat und einführt, wie es gedacht ist, hat man eben auch bald ein Argument das Rentenalter allgemein anzuheben, was eben auch nicht Sinn der Sache sein kann. Stichwort „Geburtenschwache Jahrgänge“. dass die Renten immer weiter sinken werden und immer weniger Arbeitnehmer diese für die künftigen Generationen stemmen müssen ist wohl allgemein bekannt. Doch, muss das wirklich so sein und so kommen?

 

Nehmen wir das Model „PlanetInsight“ von Chefredakteur Oliver Müller. In Zeiten der Globalisierung und in Zeiten eines vereinten Europas gibt es Möglichkeiten auf einen Schlag viele Sorgen und Probleme zu lösen. Länder wie Griechenland und Spanien haben eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit, Deutschland hingegen fehlen Fachkräfte. Finanziell sieht es in den Krisenländern wie auch in Portugal und anderen EU- Mitgliedsstaaten auch nicht rosig aus. Warum holt man keine Arbeitskräfte aus Spanien, Griechenland, Portugal usw. nach Deutschland und bildet diese hier aus? Steuerabgaben der ausländischen Arbeitnehmer teilt man und zahlt zu gleichen Hälften die Steuer an das Land in dem man arbeitet und die andere Hälfte an das Herkunftsland. Als einzige Hürde besteht die sprachliche Barriere.

Anstieg der Arbeitslosigkeit in Spanien

Anstieg der Arbeitslosigkeit in Spanien

 

Doch wenn man sich auf eine Gemeinschaftssprache wie zum Beispiel Englisch einigen könnte, was sowieso in den meisten Ländern mit Anlehnung an Amerika gesprochen wird, diese in den jeweiligen Ländern auch ab dem Grundschulalter lehrt, wäre dieses Problem nahezu ausgeschlossen. Ergebnis einer solchen Lösung wäre, die Staatskassen der einzelnen Länder würden entlastet. Statt Sozialhilfe oder anderen sozialen Geldern für arbeitslose Arbeitnehmer würde man sogar noch Steuern einnehmen, indem die eigenen Bürger im Ausland ihren Lohn verdienen. Auch in Deutschland wären die Renten stabiler, wenn nicht sogar gesichert. Fachkräftemangel wohl ein Fremdwort. Man muss es eigentlich auch nicht gesondert erwähnen, dass der junge Mensch der arbeitet nicht nur mehr Selbstwertgefühl sondern auch mehr Geld im Geldbeutel hätte.

 

Woran also hängt es? In den Köpfen aller Menschen, denn die einen würden nicht wollen, dass noch mehr Ausländer nach Deutschland kommen, Stimmenverluste an Rechts wären wohl die Folge, das Ausland würde wohl nicht wollen, dass Deutschland seine Vormachtstellung in der europäischen Wirtschaft weiter ausbaut. Gehen wir aber einmal davon aus, dass fast jeder Mensch irgendwo Ausländer ist und von dem europäischen Gedanken, dann ist es egal ob mein Nachbar aus Spanien kommt oder aus Norwegen. Doch hierzu muss ein Umdenken stattfinden, sonst darf man sich nicht beschweren, wenn man Milliardenschwere Kredite und Gelder ins europäische Ausland verliert und die Renten so nieder sind. Die Politik hat zusammen mit den Medien die Macht so eine Idee an die Bürger zu verkaufen. Doch auch dort müssten dann alle Parteien an einem Strang ziehen.

 

Bildquelle: Bing.com/ OECD

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